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Stephen King

Bill Hodges-Trilogie 2
Finderlohn

  • Autor:Stephen King
  • Titel: Finderlohn
  • Serie:Bill Hodges-Trilogie 2
  • Genre:Horror
  • Einband:Hardcover
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:08 September 2015
  • Preis:22,99 EUR

 
»Finderlohn« (Bill Hodges-Trilogie 2) von Stephen King


Besprochen von:
 
Lanara
Deine Wertung:
(5)

 
 
John Rothstein, bekannter Autor, wird eines Abends überfallen. Der Täter: Ein Fan, der über das Ende einer Trilogie mehr als erbost war. Seine Beute: Die Notizbücher des Autoren, von denen er sich weitere (unveröffentlichte) Romane aus der Reihe erhofft. Morris Bellamy versteckt seine Beute für’s erste – und wird kurz nach der Tat wegen einem anderen Vergehen festgenommen und für Jahre ins Gefängnis gesteckt. Peter Saubers, dessen Vater Tom bei dem vor einigen Jahren vom als „Mr. Mercedes“ bekannten Amokfahrers schwer verletzt wurde, findet eines Tages die versteckten Notizbücher sowie das ebenfalls damals erbeutete Geld. Das seiner Familie zur rechten Zeit zukommt, denn aufgrund der Behinderung des Vaters stehen sie am Existenzminimum. Die Notizbücher versteckt Peters auf dem häuslichen Dachboden – Zufall, dass er ebenfalls ein großer Fan des ermordeten Rothstein ist? Morris, endlich aus dem Gefängnis entlassen, sucht nun endlich das Versteck seines „Schatzes“ auf und findet dieses leer vor. Doch er kommt Peter auf die Spur und dies für den Jungen mehr als brenzlig. Aber zum Glück gibt es Bill Hodges, Holly und Jerome …

Hier nun die lang erwartete Fortsetzung von „Mr. Mercedes“ – und das Warten hat sich gelohnt. Auch dieses Buch fängt erst einmal langsam an. Es gibt einen kurzen Rückblick auf den Anschlag auf das Jobcenter, hier aus der Sicht von Tom Sauber, der dabei schwer verletzt wird. Die Folgen dieses Anschlags sind für seine ganze Familie schwierig: Tom ist krank und kann nicht arbeiten, seine Frau muss die Familie über die Runden bringen, die vielen Streitereien bringen die Ehe an die Grenzen und die Kinder Tina und Peter leiden unter den Spannungen. Bis Peter die vergrabene Beute von Morris Bellamy findet und mit dem Geld aus dem Fund die Familie retten kann. Dann der Schwenk zu Morris. Jahrelang im Gefängnis, gedemütigt, vergewaltigt – ihn hielt nur der Gedanke an die verborgenen Notizbücher aufrecht, die er natürlich sofort nach seiner Entlassung wieder ausgraben möchte. Seine Wut und Fassungslosigkeit ist verständlich, als er diese nicht mehr im Versteck auffindet. Danach verbinden sich die Handlungsreihen und die Spannung steigt langsam an.

Mit Bill Hodges trifft man einen anderen Charakter aus „Mr. Mercedes“ wieder. Gemeinsam mit Holly hat er sich selbständig gemacht und durch Tinas Freundschaft zu Jeromes Schwester Barbara werden die drei in den „Fall“ hineingezogen.

Hodges, Holly und Jerome stehen in diesem Band nicht im Mittelpunkt, sondern tauchen als Randfiguren erst im dritten Abschnitt auf – trotzdem sind sie hier sehr präsent. Im Fokus stehen aber hauptsächlich Peter und Morris. Letzterer, eigentlich der Bösewicht, ist aber eigentlich gar nicht der typische Böse, sondern hat durchaus sympathische Züge, bis das psychopathische bei ihm überhand nimmt.

Fazit:

Wie schon beim Vorgänger verknüpft Stephen King Erzählung und Thriller auf eine sehr gute Weise, ganz ohne eklige Horrorelemente – trotz einiger ziemlich blutiger (und detailliert beschriebener) Morde. Ein gelungener zweiter Teil, der mich mit Vorfreude auf den Nachfolger warten lässt.
 


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